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Symptome von
Essstörungen
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von Magersucht
Essstörungen äußern sich durch ein gestörtes
Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper. Den
Essstörungen Magersucht und Bulimie ist die perzeptionelle
(die Wahrnehmung betreffende) und konzeptionelle (die Wunschvorstellung
betreffende) Störung des eigenen Körperbildes gemeinsam.
Betroffene halten sich trotz teilweise erheblichen Untergewichtes
für zu dick und haben ein extrem schlankes Körperideal.
Anzeichen für Magersucht
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Leitsymptome
der Anorexia nervosa
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- Körpergewicht unter 85% des zu
erwartenden Gewichtes (< 10. Altersperzentile bzw.
BMI < 17,5 bei Mädchen)
- Absichtliche Gewichtsabnahme
- Gewichtsphobie
- Vermeidung hochkalorischer Speisen
- Extrem langsames Essverhalten, Rituale
beim Essen
- Erbrechen, Abführmittelmißbrauch
- Exzessive Gewichtskontrollen
- Übertriebene körperliche
Aktivität
- Mangelnde Krankheitseinsicht
- Körperschemastörung
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Anorexie ist eine schwerwiegende Eßstörung, bei
der sich der Betroffene in einigen Fällen buchstäblich
zu Tode hungert. Selbst wenn sie bereits erhebliches Untergewicht
aufweisen, halten die Betroffenen sich für fett. Betroffene
sind nicht einfach nur dünn. Sie wiegen mindestens 15%
weniger als sie sollten.
Körperschema-Störung
Bei anorektischen PatientInnen kommt es zu einer Störung
der Wahrnehmung des eigenen Körpers. Auch wenn sie im
Laufe der Erkrankung schon extrem viel Gewicht verloren haben,
überschätzen sie ihren Körperumfang und halten
sich für zu dick.
Verändertes Essverhalten
Infolge der verzerrten Wahrnehmung des eigenen Körpers
bemühen die Betroffenen sich, ihr vermeintlich zu hohes
Gewicht zu reduzieren. Zu diesem Zweck nehmen sie nur geringe
Mengen an Nahrung zu sich und vermeiden Lebensmittel, die
viele Kalorien enthalten. Manche Patientinnen verweigern zeitweise
die Nahrungsaufnahme komplett. Häufig nimmt das Essen
einen zentralen Stellenwert im Leben der Betroffenen ein.
Sie verwenden viel Energie darauf, Hungergefühle zu unterdrücken
oder bereiten mit großem Eifer wahre Festmahle für
andere zu, an denen sie aber selbst nicht teilnehmen. In Hinblick
auf die Veränderungen des Eßverhaltens lassen sich
zwei Gruppen von anorektischen Patientinnen unterscheiden:
Etwa 50% der Patientinnen halten ausschließlich Diät,
bei den anderen treten aber auch bulimische Symptome (Eßanfälle
und selbst herbeigeführtes Erbrechen) auf.
Gewichtsverlust
Neben der strengen Diät setzen viele Anorektikerinnen
zusätzlich Appetitzügler, Abführmittel und
sportliche Betätigung ein, um abzunehmen. Durchschnittlich
verlieren anorektische Patientinnen 45-50% ihres Ausgangsgewichts.
Liegt das Körpergewicht um mindestens 15% niedriger als
das Normalgewicht, wird die Diagnose der Anorexie gestellt.
Körperliche Veränderungen
Durch den Gewichtsverlusts und die Mangelernährung kann
es zu schwerwiegenden körperlichen Schäden kommen.
Aufgrund von hormonellen Störungen bleibt die Menstruation
meist aus. Bei Beginn der Störung vor der Pubertät
wird die körperliche Entwicklung meist stark verzögert.
Auch Verlangsamung des Herzschlags, niedriger Blutdruck, Absinken
der Körpertemperatur, Hautprobleme, flaumartige Behaarung
des Rückens, Muskelschwäche, Haarausfall und Wassereinlagerung
im Gewebe können als Folgen der Anorexie auftreten. Der
Mineralstoffhaushalt ist in der Regel gestört.
Psychische Veränderungen
Bei anorektischen Patientinnen steht das beharrliche Streben,
dünner zu werden im Vordergrund. Verbunden damit besteht
eine extreme Angst vor einer Gewichtszunahme. Schon eine Zunahme
von wenigen Gramm, die aufgrund des gesenkten Energieverbrauchs
ja schon nach recht geringer Nahrungsaufnahme folgen kann,
löst regelrechte Panik aus. Das führt zu einem erneuten
Versuch, das Eßverhalten (noch strenger) zu kontrollieren.
Die Patientinnen befinden sich also in einem regelrechten
Teufelskreis. Häufig zeigen sich bei den Betroffenen
auch depressive Symptome und starke Reizbarkeit.
Im Anfangsstadium ist es für Außenstehende schwer,
eine beginnende Magersucht zu erkennen. Nach einem medizinischen
Maßstab kann eine Person mit einem Body-Mass-Index (BMI)
von weniger als 17,5 als magersüchtig bezeichnet werden.
Der BMI errechnet sich als Gewicht in Kilogramm (kg) /Körpergröße
(m)2. Um den BMI zur berechnen,geben Sie in der
Tabelle die Körpergröße in cm und das Gewicht
in kg ein und klicken dann auf den Button "berechnen". Mit
dem Button "zurücksetzen" können Sie Ihre Eingaben
in dem Formular auch wieder löschen.
Anzeichen für Bulimie
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Leitsymptome
der Bulimia nervosa
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- Wiederholte Essattacken
- Erbrechen im Anschluss an die Essattacken
- Missbrauch von Abführmitteln,
Entwässerungsmitteln, Appetitzüglern
- Zeiträume extremen Fastens
- Körperschemastörung
- eventuell Störung der Impulskontrolle,
z.B. Ladendiebstähle, Alkohol-, Tabletten-, Drogenmissbrauch,
unkontrolliertes Geldausgeben, selbstverletzendes
Verhalten
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Körperschema-Störung
Auch bei bulimischen PatientInnen kommt es zu einer Störung
der Wahrnehmung des eigenen Körpers. Auch wenn sie im
Laufe der Erkrankung schon extrem viel Gewicht verloren haben,
überschätzen sie ihren Körperumfang und halten
sich für zu dick.
Verändertes Essverhalten
Die Erkrankung ist durch wiederholte Attacken von Heißhunger
("Freßattacken") meist gefolgt von selbst herbeigeführtem
Erbrechen gekennzeichnet. Bei den Freßattacken werden meist
die Nahrungsmittel gewählt, die ansonsten eher tabu sind:
meist fett- und kohlenhydratreiche Esswaren. Bis zu 50000
Kalorien werden bei einer solchen Attacke "gefressen". Die
Frequenz der Freß- und Brechattacken reicht von 1-2 pro Woche
bis hin zu 20 pro Tag. Ebenso variabel ist auch die Zeitdauer
einer einzelnen Attacke.
In aller Regel spielen sich solche Attacken in aller Heimlichkeit
ab und werden vom Partner oder Familienangehörigen oft überhaupt
nicht oder sehr spät wahrgenommen. Die Bandbreite der beteiligten
Gefühle ("Ich könnt‘ Dich fressen – Du bist zum Kotzen!")
ist enorm: höchstes Lustempfinden und Befriedigung und tiefe
Niedergeschlagenheit und ein Gefühl des Versagens können sich
abwechseln. Ein meist vorliegendes tiefes Schamgefühl nach
einer Freß/Brechattacke ist ein wesentlicher Grund, die Erkrankung
auch vor den besten Freunden zu verstecken. Oft kommt es zum
heimlichen "Mundraub" aus den Lebensmittelvorräten der Familie
oder der Wohngemeinschaft, für das Kaufen der mitunter riesigen
Lebensmittelmengen werden manchmal sogar Schulden gemacht.
Erbrechen kann aber auch nach dem Essen einer ganz "normalen"
Mahlzeit vorkommen.
Psychische Veränderungen
Ein weiteres Kriterium für die Bulimie ist die fast permanente
Beschäftigung der Betroffenen mit allem, was mit Essen, Kalorien,
Körpergewicht, Diät und Figur etc. zu tun hat. Bulimische
Menschen können unter-, norm- oder auch übergewichtig sein,
sie haben jedoch meist ein sehr schlankes Körperideal. Zwei
starke Bestrebungen bestimmen die Gefühle: enthemmtes, verschlingendes
Essen-wollen und der Wunsch, dünn zu bleiben oder zu werden.
Die Bulimie ist DIE Lösung für solch an sich unvereinbaren
innere Ziele.
In fast allen Fällen wird die Gefühlswelt der Betroffenen
durch das bulimische Verhalten stark beeinflußt, wobei oft
nicht mehr unterschieden werden kann, welche Gefühle und Emotionen
die Bulimie verursachten, sie aufrecht erhalten und durch
sie entstehen. Sehr charakterischtisch für Frauen mit Bulimie,
aber auch für andere Formen der Eßstörungen, ist ein niedriges
Selbstwertgefühl, welches durch die oft jahrelange Symptomatik
oft noch weiter belastet wird.
Medikamentenmissbrauch und Suchtverhalten
Neben dem willkürlichen Erbrechen werden auch andere Mittel
eingesetzt, um dem dickmachenden Effekt der großen aufgenommenen
Nahrungsmenge zu verhindern: Abführmittel, Appetitzügler,
Fastenperioden, Diuretika (entwässernde Medikamente), Schilddrüsenmedikamente
u.a.
Begleitende Umstände können auch das Entwickeln einer Suchterkrankung
(Drogen, Alkohol) oder gar einer Borderline-Persönlichkeitsstörung
sein. So wie belastende Beziehungen eine Bulimie auslösen
und aufrechterhalten können, so kann die Bulimie natürlich
auch die Beziehungen der Betroffenen belasten und nicht selten
zerstören.
Körperliche Veränderungen
Die Bulimie hat neben diesen seelischen Konsequenzen auch,
abhängig vom Ausmaß der Symptome, deutliche körperliche Folgen:
Elektrolytentgleisung durch Erbrechen, Abführmittelmißbrauch
und Fehlernährung, Vergrößerung der Speicheldrüsen ("Hamsterbacken"),
durch die Magensäure bedingte Zahnschmelzdefekte, v.a. an
den Schneidezähnen, Durchfall und Verstopfung (oft im Wechsel),
Verhornungsmale an den Handrücken durch das selbst herbeigeführte
Erbrechen ("Finger in den Hals") Kreislaufprobleme u.a.
Bitte beachten Sie, daß diese Seite in keinem Fall
eine ärztliche Diagnose ersetzen können. Wenn Sie
bei jemandem diese oder ähnliche Symptome einer Essstörung
beobachten oder vermuten, sollten Sie den Betreffenden
behutsam auf die Auffälligkeiten ansprechen.
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