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Verringerung der Hirnmasse bei Anorexie Patienten nicht irreversibel

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Durch massives Hungern wir bei Anorexie Patienten ein Rückgang der Hirnsubstanz beobachtet. Nehmen die Patienten an Körpergewicht zu stabilisiert sich gleichermaßen auch das Hirnvolumen.

Dass das Hirnvolumen (vor allem graue Hirnsubstanz) von Patienten mit Magersucht aufgrund des starken Gewichtsverlust zurückgeht war bereits bekannt. Unklar war jedoch, in wie weit der Rückgang des Hirnvolumens durch Gewichtszunahme im Verlauf der Genesung reversibel ist, und ob sich das Hirnvolumen wieder entsprechend der Situation vor der Erkrankung normalisiert.

Um diesen Zusammenhang besser verstehen zu können untersuchten Forscher der Yale University in einer Kernspintomografie basierten Studie die Hirnvolumina von stark untergewichtigen Anorexie Patienten. Die Studie verglich die Hirnvolumens der Anorexie Patienten mit den Ergebnissen einer gesunden Kontrollgruppe, sowie mit den Volumina der Patienten nach einer im Therapieverlauf erreichten Gewichtszunahme (90% des Idealgewichts (IBW)).

Das Forscherteam um Christina A. Roberto konnte zeigen, dass das Hirnvolumen (graue Hirnsubstanz) der Anorexie Patienten im Zuge der Gewichtszunahme signifikant anstieg. Der Verlust der Hirnmasse bei Patienten mit Magersucht lässt sich demnach bereits innerhalb eines relativ kurzen Zeitraum in Folge der Gewichtszunahme stoppen und stabilisieren. Eine vollständige Normalisierung konnte jedoch im Beobachtungszeitraum der Studie nicht erreicht werden. Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigte einen inversen Zusammenhang zwischen Hirnvolumen und Krankheitsdauer, nicht aber zwischen Hirnvolumen und Body Mass Index (BMI) der betroffenen Patienten. Diese Beobachtung lässt vermuten, dass ein größerer Rückgang der Hinrmassen mit längerem Krankheitsverlauf einher geht.

Der Focus berichtet in einem kurzen Artikel über die aktuellen Studienergebnisse.

Roberto CA et al. (2010): Brain tissue volume changes following weight gain in adults with anorexia nervosa. International Journal of Eating Disorders. (in press) DOI: 10.1002/eat.20840 (Link zum Abstract der Originalstudie).

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. Mai 2010 um 09:33 Uhr