Für die erfolgreiche Behandlung von Essstörungen sind ambulante Beratungseinrichtungen dringend erforderlich. Die Einrichtungen sollten in ein abgestuftes Versorgungssystem integriert sein.
Jede fünfte heranwachsene Frau leidet unter Essstörungen, die Tendenz ist steigend. Dies geht aus einer Studie der Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen und des Bundesfachverbands Essstörungen (BFE) hervor. Danach sind ambulante Beratungsstellen zumeist erste Anlaufstelle für Betroffene sowie Angehörige auf der Suche nach geeigneten Behandlungsmöglichkeiten.
Durch die anonyme und persönliche Beratung in den Beratungsstellen ist es möglich auch chronisch Kranke und Frauen mit Vorbehalten zu erreichen und sie zur medizinischen und therapeutischen Behandlung zu motivieren und weiter zu vermitteln.
Die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) entstand, ist unter dem Titel "Qualitätssicherung in Beratung und ambulanter Therapie von Frauen und Mädchen mit Essstörungen. Eine Praxisstudie" erschienen (V&R unipress, Göttingen, ISBN 3-89971-237-4, 39.90 Euro).





