Nun startet Hungrig-Online e.V. mit hungr (TM) ein Portal für virtuelle Essstörungen. "Der Schritt schien logisch", sagt Tobias Kaiser, Schriftführer von Hungrig-Online, "nicht nur virtuelle Hilfe bei der Lösung des Problems anzubieten, sondern das Problem selber zu virtualisieren". "Ich frage mich, wieso wir nicht viel eher darauf gekommen sind", ergänzt Dr. Maike Raimer, 2. Vorsitzende des Vereins, "endlich können wir Essstörungen auf Augenhöhe bekämpfen". Und Dr. Miriam Liedvogel, 1. Vorsitzende, pflichtet bei: "Virtuelle Essstörungen lassen sich virtuell viel besser behandeln als nicht-virtuelle Essstörungen.".
Mit mangelnder Akzeptanz rechnet das Trio nicht. "Wir haben in den letzten zehn Jahren hart gearbeitet und uns nicht nur in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf erarbeitet", sagt auch Alexandra Schneider, Schatzmeisterin von Hungrig-Online, "das wird uns sicher dabei helfen, auf virtuelle Essstörungen aufmerksam zu machen." "Bei hungr (TM) und magr (TM) erwarten wir keine Akzeptanzprobleme", ergänzt Birte Burmester, Pressereferentin von Hungrig-Online. "Aber kotzr (TM) und fressr (TM) zu etablieren wird sicher schwerer. Dennoch: Vielleicht gibt es ja in zehn Jahren reale Selbsthilfegruppen für virtuelle Essstörungen?"










