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Essstörungen und Typ-1-Diabetes sind eine gefährliche Kombination

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Obwohl eine gesunde und richtige Ernährung für Menschen mit Typ-1-Diabetes von großer Bedeutung ist, kommen Essstörungen und ungesunde Gewichtskontrollstrategien häufig bei jungen Diabetikerinnen vor. Diese Kombination kann gefährliche Komplikationen nach sich ziehen. Wissenschaftler der Universitäten Oxford, Cambridge und Southampton haben 8 bis 12 Jahre lang 87 Teenager und junge Frauen mit Typ-1-Diabetes besonders hinsichtlich ihres Essverhaltens beobachtet.

Dabei stellten sie fest, dass 15% der Betroffenen zu einem Zeitpunkt der Studie eine Essstörung wie Magersucht oder Bulimie hatten. Zudem versuchten ca. ein Drittel ihr Gewicht durch Reduzierung der Insulingaben zu kontrollieren, andere berichteten über Erbrechen und Abführmittelmissbrauch.

Im beobachteten Zeitraum litten die Betroffenen mit Essstörungen fünfmal mehr an zwei oder mehr Diabetesfolgen als ihre Leidensgenossinnen ohne Essstörungen.
Ein ähnlich hohes Komplikationsrisiko wiesen diejenigen Frauen auf, die ihr Insulin missbrauchten.

Noch sei unklar, ob im Typ-1-Diabetes etwas vorliegt, dass die Betroffenen anfällig für Essstörungen mache.

Nähere Einzelheiten und weitere Ergebnisse dieser Studie sind nachzulesen in der Januar-Ausgabe der Diabetes Care.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. April 2011 um 19:35 Uhr