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Binge-Eating wird im neue Psychiatrie-Handbuch erstmals als Essstörung klassifiziert

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In der im Internet vorgestellten Neuauflage des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-V) werden einige wesentliche Änderungen in der Klassifikation psychiatrischer Erkrankungen vorgeschlagen, erstmals werden auch geschlechtsspezifische und ethnische Unterschiede bei der Klassifikation berücksichtigt.

Das DSM wurde erstmals 1952 herausgegeben und hat sich seither neben dem International Classification of Diseases (ICD, zur Erklärung siehe unser Lexikoneintrag) der Weltgesundheitsorganisation, das nicht nur psychiatrische Erkrankungen umfasst, zu einem grundlegenden Klassifikationsystem entwickelt, das in viele Sprachen übersetzt wurde.

Im Bereich Essstörungen wird "Binge-Eating" erstmals als etablierte Essstörung klassifiziert (in der vorherigen Auflage wurde Binge-Eating nur in einem Appendix erwähnt).

Timothy Walsh, Harvard Universität Boston, von der "Eating Disorders Work Group" ist es wichtig "Binge eating" getrennt vom weit verbreiteten Phänomen der Adipositas infolge "Overeating" in der US-Gesellschaft zu betrachten.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet ausführlich über weitere Neuerungen in der 5. Auflage des DSM-V. Den Entwurf des Handbuchs können Sie hier einsehen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. April 2010 um 21:07 Uhr