Laut einer aktuellen Studie senken fünf gemeinsame Mahlzeiten pro Woche das Risiko, eine Essstörung zu entwickeln, um 35 Prozent.
"Eltern schaffen es vielleicht nicht, jeden Tag gemeinsam mit ihren Kindern zu essen. Wenn sie aber drei gemeinsame Mahlzeiten pro Woche einplanen, tun sie etwas für die Gesundheit ihrer Kinder", sagt Studienautorin Barbara Fiese im Gespräch mit science.ORF.at (Quelle). Die Empfehlung der Autoren an Familien lautet: jede Woche Abende festzulegen, an denen gemeinsam gegessen wird. Diese Mahlzeit sollte an diesen Tagen höchste Priorität haben.
Lesen Sie mehr zum Thema im verlinkten Artikel der Rubrik "Ernährung" auf den Seiten des ORF.at.Hammons, A.J. and Fiese, B.H.(2011): Is Frequency of Shared Family Meals Related to the Nutritional Health of Children and Adolescents? Pediatrics, 127, e1565-e1574. doi: 10.1542/peds.2010-1440






Kommentare
Ich selbst habe z.B. meine Essstörung entwickelt, obwohl ich sämtliche drei Mahlzeiten pro Tag entweder mit meiner Mutter oder mit beiden Eltern zusammen eingenommen habe. Solche Studien ergeben eben doch immer nur Durchschnittswe rte und die Ursachen, vorhandenen Dispositionen und "Aufnahme" von Risikofaktoren sind höchst individuell.
Obwohl ich mir vorstellen kann, dass es in Familien mit extrem chaotischem Essverhalten Wunder bewirken könnte, wenn gemeinsam gegessen wird, weil sowas Struktur im Alltag und Kommunikation ermöglicht, befürchte ich, dass die pauschale "Vermarktung" solcher Studien jetzt wieder bei jeder Menge Mütter Schuldgefühle und Hilflosigkeit auslösen wird, weil sie noch mehr "alles richtig machen" wollen...