Psychologen berichten von einer wachsenden Zahl von Patientinnen über 40, die an Essstörungen leiden, weil sie verzweifelt versuchen, jung auszusehen.
GEFÄHRLICHER TREND: Magere Mütter am Rande des Kollaps. Unter dieser Überschrift weist das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL darauf hin, daß die Zahl der Erwachsenen, die an einer Essstörung leiden, wächst.
Dabei beruft sich der Spiegel auf nicht genannte Psychologen. Als Ursache wird der steigende soziale Druck genannt und ein übersteigerter Jugendwahn. Die New Yorker Psychologin Ellen Schor Haimoff wird mit den Worten zitiert, dass "jugendliche Anorektikerinnen nicht Frau werden wollen, während 50-Jährige den Gedanken an die verlorene Jugend nicht ertragen".
Daneben führten die typischen Probleme der Midlife-Crisis ebenfalls zu einer wachsenden Zahl der Betroffenen: die Entfremdung vom Partner, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, und das Gefühl, das eigene Leben gerate außer Kontrolle.
Kontrolle des eigenen Körpers erlangen zu wollen bzw. unter dem Kontrollverlust bei Freßanfällen zu leiden ist charakteristisch für die meisten Essstörungen. Inwieweit die steigende Zahl von Betroffenen über 40 Jahren durch wissenschaftliche Studien belegt werden kann, bleiben allerdings viele Fragen offen.
Literaturtip: Der Traum von der jungen Figur. Essstörungen in der Lebensmitte.






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