In Deutschland leiden ungefähr 20 Millionen Menschen unter Adipositas zur Thematik.
Mit dieser Einschätzung äussete sich Dr. Johannes Oepen, Chefarzt im Viktoriastift und Vorsitzender des Adipositas-Netzwerks Rheinland-Pfalz.
Was können Mütter und Väter tun, wenn sie merken, dass ihre Kinder ein auffälliges Essverhalten zeigen? "Sich kümmern", antwortet Oepens auf diese Frage. Er fügt hinzu: "und wenn sich das Kind verschließt, professionelle Hilfe suchen". Der Experte erklärt, dass Essstörungen, wie viele andere Krankheiten auch sowohl eine genetische Komponente, als auch eine Beeinflussung durch das Umfeld haben. Opens erklärt das Zusammenspiel und die wechselseitige Beeinflussung beider Faktoren an einem anschaulichen Beispiel: "Hautkrebs entsteht häufig nach vielen Sonnenbränden. Wie leicht man Sonnenbrand bekommt, hängt einerseits vom Hauttyp, andererseits von der Umwelt ab." Ähnlich verhält es sich bei Essstörungen: je stärker die Anfälligkeit, eine Essstörung zu entwickeln genetisch vorbestimmt ist, desto geringere Einflüsse "von aussen" reichen aus, die Krankheit auszulösen.
Die Ärzte in Bad Kreuznach fokussieren in ihrem Therapiekonzept daher auch primär darauf, das Verhalten nachhaltig zu beeinflussen und zu schulen. Ziel ist, dass die Patienten lernen, sich an gesunde Portionen zu gewöhnen und statt dem Aufzug lieber einmal die Treppe zu benutzen.
Die Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach berichtet in einem Artikel über die Arbeit des Viktoriastift.





