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Heidelberger „FAN- Studie“ sucht noch Teilnehmerinnen

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Die Arbeitsgruppe Essstörungen am Universitätsklinikum Heidelberg bietet derzeit im Rahmen einer Studie ein Training zur Verbesserung der mentalen Flexibilität bei Patientinnen mit Anorexia nervosa (FAN) an. Für das Training werden noch weitere Teilnehmerinnen gesucht.

Hintergrundinformationen

Unser tägliches Leben fordert oftmals ein flexibles, schnelles Handeln und sich Einstellen auf neue Lebenssituationen. Klinische Beobachtungen und neuropsychologische Untersuchungen konnten mehrfach nachweisen, dass Patientinnen mit Anorexie in diesem Bereich Schwierigkeiten haben. Patientinnen mit Magersucht zeigen eine verminderte Anpassungsfähigkeit auf rasch wechselnde Aufgabenstellungen Nach dem heutigen Wissenstand scheint die eingeschränkte Flexibilität sowohl einen Einfluss auf die Entwicklung der Erkrankung, als auch auf das häufig unzureichende Ansprechen auf psychotherapeutische Maßnahmen (z.B. stationäre Behandlungen) zu haben.

 Ziel der Studie

Das Ziel der Studie ist es zu prüfen, inwieweit durch ein gezieltes und systematisches Training die eingeschränkte Flexibilität von Patientinnen mit einer Magersucht verbessert werden kann. Zusätzlich soll untersucht werden, inwieweit die verbesserte gedankliche Flexibilität einen Einfluss auf den weiteren Gewichtsverlauf hat.

Um dies herauszufinden, sollen in der hier vorgestellten Studie ein spezifisches Training bestimmter mentaler Funktionen und ein unspezifisches Training allgemeiner mentaler Funktionen miteinander verglichen werden.

Teilnahmebedingungen:

  • Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren
  • Diagnose: Anorexia nervosa
  • Rechtshändigkeit
  • Wohnort in Heidelberg bzw. nähere Umgebung

Studienbeschreibung

Nach einem kurzen telefonischen Interview werden Sie nach dem Zufallsprinzip einem der beiden Behandlungsarme (allgemeines vs. spezifisches Training) zugeordnet. Das 3-wöchige ambulante Trainingsprogramm beinhaltet 9 Termine im Kontakt mit einem Therapeuten sowie das selbständige tägliche Training anhand von Übungsaufgaben zu Hause.

Zusätzlich findet vor und nach dem Training, sowie weitere 12 Wochen später jeweils ein Untersuchungstermin in Heidelberg statt. Dieser Untersuchungstermin umfasst je:
  1. das Ausfüllen von Fragebögen
  2. die Durchführung neuropsychologischer Tests
  3. eine funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) Untersuchung
  4. eine Blutentnahme

Die eingesetzten Fragebögen sind Instrumente aus der klinischen Praxis, die das Essverhalten sowie das psychische Befinden erfassen. Bei den neuropsychologischen Tests handelt es sich um klinische Standardtests zur Erfassung von Aufmerksamkeit und mentaler Flexibilität. In der fMRT Untersuchung wird Ihre Hirnaktivierung untersucht während Sie eine kognitive Flexibilitätsaufgabe durchführen. Ferner werden im Blut Parameter der Hunger- und Sättigungsregulation sowie des Fettstoffwechsels gemessen.

Sie erhalten eine Kopie der MRT Bilder Ihres Gehirns auf einer CD. Für die Teilnahme an dem Training sowie den drei Untersuchungsterminen erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung von 135.- €.

Weitere Informationen

Dipl.-Psych. Katrin Ingenerf, Dipl.-Psych. Timo Brockmeyer, PD. OA. Dr. med. H.C. Friederich, Universitätsklinikum Heidelberg- Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik, 69115 Heidelberg.

Tel.: 06221/5637401, E-Mail: Fanstudie_heidelberg@gmx.de,