Das Team um Prof. Martina de Zwaan, Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung am Universitätsklinikum Erlangen leitet die multizentrische Studie INTERBED, die die Wirksamkeit von zwei ambulanten Therapieprogrammen untersucht.
Ärzte und Wissenschaftler vergleichen im Rahmen der Studie den Erfolg eines neuen, Internet-basierten und von Therapeuten unterstützten Selbsthilfeprogramms gegenüber der kognitiven Verhaltenstherapie, der bisher einzigen Behandlungsform bei übergewichtigen Patienten mit Binge-Eating-Störung (eine Übersicht der kooperierenden Zentren finden Sie hier, Informationen für Teilnehmer aus dere Schweiz finden Sie in unserem Artikel vom 12. Oktober 2010).
Erste Untersuchungen belegen den Erfolg von Selbsthilfe, die durch Bücher sowie die Anleitung durch Therapeuten unterstützt wird. Die Erlanger Psychosomatik prüft nun die Wirksamkeit eines neuen, von einem Therapeuten angeleiteten Internetprogramms.
Gesucht werden Patienten, denen bereits eine Binge-Eating-Störung diagnostiziert wurde, die mindestens 18 Jahre alt sind, einen Body-Mass-Index zwischen 27 und 40 aufweisen, EDV-Kenntnisse sowie einen Zugang zu einem Computer mit Internetanschluss besitzen.
Nach ausführlicher Diagnostik werden die Probanden zufällig einer der beiden Behandlungsformen zugeteilt. Beide Therapien sollen dabei helfen, das Essverhalten zu normalisieren sowie die psychische und körperliche Lebensqualität zu verbessern. Es handelt sich nicht um Programme zur Gewichtsreduktion. Die Behandlungsdauer beträgt vier Monate. Während für die kognitive Verhaltenstherapie 20-einstündige Behandlungstermine vereinbart werden, arbeiten sich die Probanden des Selbsthilfeansatzes eigenständig durch das Programm und werden dabei von ihrem Coach einmal wöchentlich durch eine E-Mail unterstützt.
Interessenten können sich unter Tel.: 09131/85-35927 oder per E-Mail an interbed@uk-erlangen.de melden. Ausführliche Informationen auch im Internet unter www.ednet-essstoerungen.de
Quelle: Artikel auf www.nordbayern.de





