Zwischenbilanz: Eltern wollen Probleme ihrer Töchter oft nicht wahrhaben.
Dennoch suchen die Dresdner Psychologen für ein familienbasiertes Vorsorgeprogramm gegen Magersucht (Anorexia Nervosa) weitere Teilnehmer.
In der Studie werden im ersten Schritt 11- bis 17-jährige Mädchen sowie deren Eltern gebeten, einen kurzen Fragebogen zu beantworten. Mit diesem wird festgestellt, ob ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Magersucht besteht. Wenn dies der Fall ist, werden sie zu einem ausführlicheren diagnostischen Gespräch eingeladen. Bestätigt sich das Risiko, erhalten die Eltern die Möglichkeit an einem Internet-gestützten Vorsorgeprogramm teilzunehmen. Dadurch soll verhindert werden, dass deren Tochter an Magersucht erkrankt.
Im Vorsorgeprogramm „E@T“ (Eltern als Therapeuten) erfahren Eltern in kurzen informativen Texten, Audio- und Video-Elementen z. B. den Unterschied von normalem und problematischem Essverhalten und erhalten praktische Tipps um die Kommunikation mit ihren Töchtern zu verbessern. Ein Online-Diskussionsforum gibt die Möglichkeit anonym mit anderen Eltern in Kontakt zu treten. Zudem gibt eine Diplom-Psychologin den Eltern individuelle Anregungen, wie sie ihrer Tochter zu einem gesunden Essverhalten zurückhelfen können. Der zeitliche Aufwand für die Eltern ist gering - eine Stunde wöchentlich, sechs Wochen lang.
Eltern, die beunruhigt sind, weil ihre Tochter z. B. auffallend schlank ist, augenscheinlich abgenommen hat, Mahlzeiten auslässt, Diäten macht, exzessiv viel Sport treibt oder sich übermäßig um ihre Figur sorgt, können sich an das Studienteam von Prof. Corinna Jacobi (Kontakt: Diplom-Psychologin Ulrike Völker, Diplom-Psychologe Robert Richter, Tel. 0351 463-38578, E-Mail: rrichter@psychologie.tu-dresden.de) wenden. .
Ausführliche Informationen zur Studie und zum Zwischenstand finden Sie in einer Pressemitteilung auf Informationsdienst Wissenschaft (idw), sowie unter www.eatinfo.psych.tu-dresden.de .






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