Über Lebens Netze - Selbsthilfe und Engagement in lokalen und virtuellen Netzen. Eine Veranstaltung von SEKIS in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V., dem Arbeitskreis Berliner Senioren und der Techniker Krankenkasse Berlin Brandenburg.
Das Programm der Veranstaltung können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.
Termin: Mittwoch, 21. April 2010
Ort: Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Str. 5b, 10115 Berlin-Mitte
Tagungsbeitrag: 10 Euro
Anmeldung über SEKIS, Albrecht-Achilles-Str. 65, 10709 Berlin
Telefon: (030) 890 285 33
Telefax: (030) 890 285 40
eMail: sekis@sekis.de
"Welche Rolle spielen die virtuellen sozialen Netzwerke?"
Seit den 90er Jahren gibt es Selbsthilfeaktivitäten auch im Internet. In Diskussionsforen und auf Ratgeberseiten haben sich Communities etabliert, die deutlich größer sind als herkömmliche Selbsthilfegruppen, die ein breiteres Erfahrungswissen bieten können. Längst haben viele Selbsthilfeorganisationen ihre eigenen virtuellen Netze geschaffen und sind Plattformen entstanden, in denen Video- und Audiodokumente zum Thema Selbsthilfe zur Verfügung gestellt werden.
Das Verhältnis von realer Begegnung in Gesprächgruppen und Initiativen von Betroffenen und der Kommunikation im Netz befindet sich in einem beachtlichen Umbruch und noch ist unklar, in welcher Form sich die zukünftige Art des Miteinanders entwickeln wird. Diese Gruppen sind jedoch auch Gefahren ausgesetzt (Missbrauch für wirtschaftliche Interessen, Verletzung des Datenschutzes).
Selbsthilfe zwischen Forum, Blog und Chatroom - In dem Workshop wollen wir die verschiedenen Formen der sozialen Vernetzung und Verknüpfung im Internet vorstellen und erklären, wie sie funktionieren. Wir wollen der Frage nachgehen, inwieweit das Internet eine Bereicherung und notwendige Ergänzung für die neuen Interessen einer auf Selbstbestimmung Wert legenden neuen Generation sein kann. Welche Möglichkeiten bieten sich speziell für ältere Menschen und welche Chancen bietet das Netz bestehenden und sich neu gründenden Selbsthilfegruppen, noch mehr Menschen für ihre Themen zu interessieren? Der Schutz der Privatsphäre wird uns genauso beschäftigen wie die Frage, ob die Akzeptanz einer Kommunikation über das Internet die Trennlinie zwischen den Generationen darstellt. Ist die virtuelle Begegnung das Ende der klassischen Selbsthilfe? Nicht zuletzt soll es um die Frage gehen, welche Kriterien ein gutes Internetangebot ausmachen und welche Möglichkeiten für eine Qualitätssicherung im Netz existieren.






Kommentare
Sein Fazit lautet: "Selbsthilfe im Internet ist mehr als Selbsterkenntni s und Erfahrungsausta usch. Für Jung und Alt ist sie vor allem auch eine Spielwiese der Selbsterfindung und -narration. Begegnung findet nicht nur im Gespräch, sondern auch in der Inszenierung statt. Gleichzeitig müssen Nutzer und Betreiber für die Gefahren sensibilisiert werden. Wie die organisierte Selbsthilfe mit diesem neuen Freiraum weiter umgehen wird, darf mit Spannung erwartet werden."