Benzodiazepine sind die mit Abstand wichtigste und am weitesten verbreitete Gruppe der Tranquilizer (Beruhigungsmittel). In geringer Dosis haben Benzodiazepine eine anxiolytische (angstlösende) und anti-aggressive Wirkung. In höherer Dosis wirken sie sedativ-hypnotisch. Außerdem haben Benzodiazepine eine muskelrelaxierende und antikonvulsive (krampflösende) Wirkung. Sie können u.a. benutzt werden, um Epilepsie zu unterdrücken. Intravenös können Benzodiazepine zur Einleitung von Narkosen und Kurznarkosen verwendet werden.
Leider werden Benzodiazepine häufig recht unkritisch verschrieben und oftmals bereits bei weniger schwerwiegenden allgemeinen Befindlichkeitsstörungen verwendet. Benzodiazepine entspannen und beruhigen, sie wirken angst- und krampflösend und vermindern oder beseitigen Beschwerden wie Herzklopfen, Zittern oder Muskelverspannungen. Da Benzodiazepine zudem meist keine gravierenden unmittelbaren oder kurzfristigen Nebenwirkungen haben, werden sie von den Konsumenten als angenehm empfunden. Benzodiazepine haben jedoch ein hohes Suchtpotential. Das Abhängigkeitsrisiko steigt mit zunehmender Behandlungsdauer und der Höhe der Dosierung.




