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Information und Kommunikation bei Essstörungen

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Anlaufstellen für Betroffene

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Welche Hilfsangebote gibt es für Betroffene mit Essstörungen? An welche Anlaufstellen kann ich meine SchülerInnen gegebenenfalls verweisen?

  1. Erster Schrit:
    Es gibt diverse Hilfsangebote für Essgestörte, doch diese lassen sich von Betroffenen erst dann wirklich effektiv nutzen, wenn sie den ersten - und zugleich schwierigsten - Schritt getan haben, nämlich sich einzugestehen, wirklich unter einer Essstörung zu leiden und professionelle Hilfe zu benötigen. Sie als Lehrer können hier mit Informationen rund um das Thema Essstörungen und Verständnis für Betroffene einen großen Beitrag dazu leisten.
  2. Zweiter Schritt:
    Als nächstes ist es wichtig, einen kompetenten Ansprechpartner zu finden. Das können Mitarbeiter einer Beratungsstelle, Hausärzte, Psychiater, Psychologen oder ähnliches sein.

Haus- oder Facharzt

Sie könnten Ihren Schülern und Schülerinnen nahe legen, sich ihrem Hausarzt anzuvertrauen. Er unterliegt selbstverständlich seiner Schweigepflicht und kann entweder selber Ratschläge zum weiteren Verlauf erteilen, oder an einen entsprechend ausgebildeten Facharzt oder Psychologen überweisen.

Beratungsstellen

Beratungsstellen gibt es mittlerweile in vielen Städten. Hier können sich Betroffene persönlich und unverbindlich über alle Hilfsmöglichkeiten informieren. Die Mitarbeiter der Beratungsstellen kennen sich durch ihre tägliche Arbeit sehr genau mit den Sorgen und Nöten von Betroffenen aus und helfen mit wertvollen Tipps weiter. Viele Beratungsstellen bieten auch telefonische Hotlines an.

Selbsthilfegruppen

Viele Menschen mit den verschiedensten Essstörungen haben sich, zum Teil neben oder nach einer therapeutischen Behandlung, zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Sie alle wollen auf ebenfalls Betroffene treffen und sich über die mit ihren Essgewohnheiten verbundenen seelischen, körperlichen und sozialen Empfindungen und Probleme aussprechen und einander helfen.

Ambulante oder stationäre Therapie

Die Behandlung beginnt mit einer medizinischen Untersuchung, um den gesundheitlichen Zustand der Betroffenen zu bestim men. In manchen Fällen ist die Einweisung in ein Krankenhaus notwendig, in anderen Fällen ist eine ambulante Therapie ratsam. In der Regel wird eine kombinierte Therapie mit Unterstützung von Arzt, Ernährungsberater und Psychotherapeut benutzt, um die physische Gesundheit wiederherzustellen und gestörte Selbstwahrnehmung zu überwinden.

Es wäre schön, würden Sie als Lehrer aus unserem umfangreichen Adressenverzeichnis die Beratungsstelle und Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe heraussuchen. Wir haben Ihnen einen Vordruck bereitgestellt, in welchen Sie die Angaben einfach eintragen können. Diesen Flyer können Sie dann bei Bedarf an Ihre Schüler und Schülerinnen aushändigen.
Sollte eine/r Ihre/r Schüler/innen einen Klinikaufenthalt in Erwägung ziehen, könnten Sie zusätzlich auf unsere Datenbank an Klinikberichten aufmerksam machen.

Es ist nachvollziehbar, dass Betroffene große Angst davor haben, einen Schritt zu wagen, ihre Essstörung hinter sich zu lassen. Vielleicht könnte die Teilnahme an unseren kostenlosen, anonymen und unverbindlichen Kommunikationsangeboten: Mailingliste, Online-Chat und Diskussionsforum hilfreich sein. Viele unserer Mitglieder konnten so den Mut aufbringen, sich helfen zu lassen. Bei uns treffen Betroffene auf Menschen, denen es genauso erging bzw. geht, die dieselbe Angst hatten bzw. haben und auf solche, die bereits den ersten Schritt getan haben und berichten können, wie es ihnen damit ergangen ist.

Mehr Informationen zu den Kommunikationsangeboten des Vereins Hungrig-Online finden Sie hier.

Attachments:
Download this file (Beratungsstellen.xls)Beratungsstellen.xls[Vordruck Anlaufstellen für Betroffene]22 Kb
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 10:53 Uhr  

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