Sie unterrichten an einer Schule und möchten im Unterricht das Thema Esstörung behandeln? Oder sorgen Sie sich um mögicherweise betroffene Schüler und sind unsicher darüber, wie Sie sich am besten verhalten sollten? Dann sind Sie hier richtig.
Wir, der Hungrig-Online e.V., haben es uns zur Aufgabe gemacht, Informations- und Kommunikationsangebote für Menschen mit Essstörungen, deren Angehörige, Fachleute und interessierte Laien zusammen zu tragen und zu präsentieren. Durch gegenseitigen Austausch, Informationen zur Krankheit und Hinweise auf Hilfsangebote durchbrechen wir die krankheitstypische Isolation der Betroffenen, fördern das öffentliche Bewusstsein für die Krankheit und unterstützen die Motivation der Betroffenen, sich durch Fachleute helfen zu lassen. Essstörungen sind ein weitverbreitetes Problem - gerade auch in Ihrem direkten Arbeitsumfeld. Leider gibt es für die Institution Schule nur wenige bekannte Anlaufstellen oder Informationsmaterialien. Aus diesem Grund haben wir fundierte Informationen und Vorschläge für Unterrichtsmaterialien für Sie zusammengestellt. Wir hoffen, dass Ihnen die von uns zusammengestellten Seiten helfen das Thema "Essstörungen" im Unterricht besser darzustellen. Wir möchten mit unserem Informationsangebot zum Thema "Essstörung an Schulen" einen Grundstein legen, mit dessen Hilfe Sie in einen offenen Dialog mit ihren SchülerInnen treten können. Hier geht es zur Übersicht ...
Durch die Tabuisierung der Essstörungsthematik und das derzeitige (sehr schlanke) Schönheitsideal fühlen sich viele Menschen mit diesem Thema überfordert. Es wird davon ausgegangen, dass über 200.000 Menschen zwischen 15 und 24 an Essstörungen leiden. Alarmierende Statistiken weisen daraufhin, dass immer mehr Menschen an Essstörungen erkranken. Die Zahl der erkrankten Jugendlichen wird immer größer, und die Betroffenen werden stets jünger. Wir möchten Ihnen mit unseren Seiten Ratschläge und Tipps mitgeben, wie Sie sich gegenüber betroffenen SchülerInnen verhalten können, und welche anderen Möglichkeiten der Hilfe es für Betroffene gibt.
Einige aktuelle Zahlen zum Überblick:
| Nach Angaben der Ärztekammer Niedersachsen haben bereits zwei Drittel aller weiblichen Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr mindestens einen Versuch der Gewichtsreduktion vorgenommen. | | Nach Informationen des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Aachen leiden alleine in Deutschland 100.000 Menschen an Anorexie und 600.000 an Bulimie. | | Die Universität Ulm schätzt die Häufigkeit von Essstörungen in der weiblichen Bevölkerung zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr für Anorexie auf 0,5-1%, für Bulimie auf 3-4% und für Esssucht auf 6%. Nicht unerwähnt bleiben darf der zunehmende Anteil männlicher Betroffener. | Um Ihnen einen bestmöglichen Überblick über die tiefgreifende Thematik 'Essstörungen' bieten zu können, führen wir Sie schrittweise durch unser Informationsangebot für Lehrer. Ihr Redaktions-Team |