HUNGRIG-ONLINE
FÜR FACHLEUTE

Inselforen bei Hungrig-Online

Inselforen sind offene oder geschlossene Diskussionsforen bei Hungrig-Online.de, der größten deutschsprachigen Internetplattform zum Thema Essstörungen. Inselforen bieten Ihnen die Gelegenheit, sich zielgerichtet an Menschen mit Essstörungen und deren Angehörige zu wenden und auf Ihre Hilfsangebote aufmerksam zu machen.

Ihre Vorteile

Mit einem Inselforum bei Hungrig-Online.de können Sie sich und Ihre Hilfsangebote einfach und zielgerichtet bei Menschen mit Essstörungen und deren Angehörigen präsentieren. Durch die Nutzung des Mediums Internet sinkt für Betroffene und Angehörige die Hemmschwelle, sich über die jeweiligen Hilfsangebote zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Sie können Inselforen auch für die Fachbetreuung ehemaliger Patienten nutzen. Damit helfen Sie, die Rückfallquote zu reduzieren und den Therapieerfolg zu stabilisieren.

Durch die Einbindung der Inselforen in das Diskussionsforum von Hungrig-Online e.V. mit seinen vielen Besuchern und registrierten Nutzern ist lebhaftes und zahlreiches Interesse garantiert. Gleichzeitig können die Besucher des Inselforums alle öffentlichen und kostenlosen Informations- und Kommunikationsangebote des Hungrig-Online e.V. nutzen.

Wie funktionieren Inselforen?

Inselforen funktionieren prinzipiell wie alle anderen öffentlichen Diskussionsforen bei Hungrig-Online.de. Der Austausch erfolgt schriftlich und zeitversetzt. Ein Teilnehmer stellt eine Frage, auf die andere Teilnehmer antworten können, oder es beginnt eine Diskussion, bei der sich alle Teilnehmer äußern können, indem sie Beiträge zu dem betreffenden Thema verfassen.

Der Austausch in offenen Inselforen ist öffentlich. Jeder Besucher von Hungrig-Online kann die Mitteilungen lesen. Alle registrierten Nutzer von Hungrig-Online können Mitteilungen schreiben. Wahlweise können alle registrierten Nutzer oder nur die Moderatoren des Inselforums Antworten auf die Mitteilungen verfassen. Ein Beispiel für ein offenes Inselforum ist das Forum „Fragen an BiTE- Beratungsstelle im Therapienetz Essstörung“.

Der Austausch in geschlossenen Inselforen ist nicht öffentlich. Nur die registrierten Nutzer von Hungrig-Online.de, denen der Zugang zum Inselforum gewährt wird, können Mitteilungen lesen und selber schreiben. Wahlweise können diese Nutzer oder nur die Moderatoren des Inselforums Antworten auf die Mitteilungen verfassen. Ein Beispiel für ein geschlossenes Inselforum ist das Forum der poststationären Stabilisierungsgruppe nach stationärer Behandlung im St. Agatha-Krankenhaus Köln.

Regeln bei Hungrig-Online.de

In offenen Inselforen gelten die Regeln des Hungrig-Online e.V. für den öffentlichen Austausch zum Thema Essstörungen im Internet. Diese Regeln sollen sicherstellen, dass die Kommunikation bei Hungrig-Online.de so hilfreich wie möglich für alle Nutzer ist und niemandem schadet. Aus diesem Grund sind beispielsweise Angaben zu Gewicht und Körpergröße, die zu Vergleichen anregen, nicht erwünscht. Die Regeln basieren auf unseren langjährigen Erfahrungen mit der Kommunikation zum Thema Essstörungen im Internet.

Als Betreiber der offenen Inselforen überwachen Sie die Einhaltung der Regeln und editieren Mitteilungen, die nicht regelkonform sind. Sofern Mitarbeiter des Hungrig-Online e.V. Kenntnis von Regelverstößen erlangen, können auch sie Mitteilungen editieren.

Die Regeln für geschlossene Inselforen geben Sie als Betreiber des Inselforums vor. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass nicht gegen geltendes Recht und die guten Sitten verstoßen wird. Sofern Mitarbeiter des Hungrig-Online e.V. Kenntnis von Verstößen gegen geltendes Recht und die guten Sitten erlangen, können auch sie Mitteilungen editieren.

Kosten von Inselforen

Einrichtung eines Inselforums: 50 € (einmalig)

Gebühr für ein Inselforum: 60 € / Quartal (200 € / Jahr bei Vorkasse)

Die Gebühr für ein offenes/geschlossenes Inselforum beinhaltet das Gewähren bzw. Entziehen von Zugangsberechtigungen für 10 Nutzer pro Monat. Für jede weitere Änderung von Zugangsberechtigungen berechnen wir einen Betrag von 1 € pro Änderung. Änderungen von Zugangsberechtigungen können Sie uns formlos unter Angabe des jeweiligen Login-Namens des Nutzers mitteilen.

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne unter: inselforen@hungrig-online.de

Download: Vertrag auf Einrichtung und Einbindung eines Inselforums bei Hungrig-Online

Selbsthilfegruppen bei Essstörungen

Viele Menschen mit den verschiedensten Essstörungen haben sich, zum Teil neben oder nach einer therapeutischen Behandlung, zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Zumeist sind es betroffene Frauen, die den Mut finden, über ihre Essstörungen zu sprechen. Aber auch Männer wagen diesen Weg. Sie alle wollen sich über die mit ihren Essgewohnheiten verbundenen seelischen, körperlichen und sozialen Empfindungen und Probleme aussprechen und einander helfen.

Oft ist es der Wunsch: „Ich will mal wissen, wie es anderen geht, die das gleiche haben, wie ich“, der in eine Selbsthilfegruppe führt. Dieser Wunsch, Gleichbetroffene zu finden, ist ein ganz wichtiges Motiv, an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen oder eine zu gründen. Menschen, die zu viel essen, denken zuerst auch an Gruppen mit Menschen, die dick sind, und Menschen, die ihren Körper aushungern wollen, können sich nicht vorstellen, sich mit „Dicken“ zusammenzutun.

Das ist verständlich, muss aber nicht so sein. Denn jedes problematische Handeln hat Gründe und Absichten, die man oft vor sich und anderen gut versteckt hält, und die zu entdecken jedem Angst bereitet. Diese Gründe und Absichten ähneln einander, so dass sich durchaus Menschen mit unterschiedlichen Essstörungen erfolgreich zusammenfinden können.

Wichtig ist, dass das verbreitete Missverständnis ausgeräumt wird, Störungen des Essverhaltens seien gleichbedeutend mit Gewichtsproblemen. Das ist nicht der Fall und besonders für Normalgewichtige, die unter gestörtem Essverhalten leiden, folgenschwer. Denn diese stoßen dann auf Unverständnis und haben es besonders schwer, über ihr „süchtiges“ Verhalten und ihre Probleme zu sprechen.

Selbsthilfegruppen von Menschen mit gestörtem Essverhalten arbeiten nicht als Abmagerungs- oder Diätgruppe. Darüber muss Klarheit hergestellt werden. Die Waage wird oft ganz aus dem Gruppengeschehen verbannt und sogar der Austausch über das momentane Gewicht wird nicht selten tabuisiert. Der Sinn ist, eher über seine Gefühle und die Hintergründe des Verhaltens zu sprechen.

Wie wirkt die Selbsthilfegruppe?

Die Erfahrung, eine/r von vielen zu sein, wirft die Frage auf, was einen selbst und die anderen eigentlich zu dem problematischen Essverhalten bewegt. Diese Frage ist der erste Schritt zur Problembewältigung und der Anfang der Selbstentwicklung. Die Gruppe bietet dabei einen großen seelischen Halt. Dabei ist es egal, ob sie/er abgenommen, sein Gewicht gehalten oder zugenommen hat.

Die Gruppe stärkt das Selbstvertrauen und spornt an, alte, eingefahrene Verhaltensweisen zugunsten neuer aufzugeben. Sie stützt diese Gehversuche auch gegen Attacken aus dem persönlichen Lebensrahmen, denn oft wollen Familie oder Freunde gar keine tiefergehende Veränderung der „gewichtigen“ oder „ungewichtigen“ Rolle der unmittelbar Betroffenen. Das Erlebnis, das es anderen Gruppenteilnehmern in vielem ähnlich geht, ermutigt zur Offenheit und gibt die Zuversicht, Verständnis zu finden. Dadurch werden Heimlichkeit und Isolation aufgehoben.

Jede/r vertritt sich in der Gruppe selbst und lernt dadurch, Verantwortung für sich zu übernehmen und Beziehungen aufzubauen, die nicht durch das Essverhalten gestört sind. Man entdeckt wieder andere Eigenschaften an sich und entwickelt neue Möglichkeiten. Es dreht sich nicht mehr alles ums Körpergewicht.

Was tun bei Schwierigkeiten?

Es ist wichtig, sich mit anderen Selbsthilfegruppen auszutauschen und voneinander zu lernen. Andere Selbsthilfegruppen haben oder hatten möglicherweise vergleichbare Probleme und können von ihren Lösungsversuchen berichten. Oder sie können dazu beitragen, die Bedeutung eines Problems richtig einzuschätzen. Treffen zum Erfahrungsaustausch („Gesamttreffen“) sollten regelmäßig, am besten monatlich stattfinden. Sie sind auch der beste Ort, um organisatorische Fragen zu besprechen (Räume, Information der Öffentlichkeit, gemeinsame Aktivitäten usw.) und um zur Beratung mit Fachleuten zusammenzutreffen, ohne die Selbständigkeit zu beeinträchtigen.

Wo sie vor Ort Unterstützung finden können:

Besonders günstig ist es, wenn in Ihrer Nähe eine lokale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen besteht. Dort können Sie sich über Selbsthilfegruppen informieren und Gruppenkontakte erhalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen bieten praktische Hilfestellung bei der Gruppengründung und bei der Öffentlichkeitsarbeit an, Sie stellen Hilfsmittel für die Arbeit und Räume für die Treffen zur Verfügung oder vermitteln diese. Sie beraten bei Schwierigkeiten in der Selbsthilfegruppenarbeit. Sie sorgen für den kontinuierlichen Kontakt von Selbsthilfegruppen und organisieren Treffen zum Erfahrungsaustausch („Gesamttreffen“).

Solche Kontaktstellen bestehen bereits an vielen Orten. Die Adressen stehen im Telefonbuch, in entsprechenden Rubriken lokaler Zeitungen oder sind bei der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) zu erfahren.

Wenn eine solche Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe nicht besteht, können Sie durchaus auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Einrichtungen ansprechen. Viele Beratungsstellen, die Wohlfahrtsverbände, die Gesundheitsämter, die sozialen Dienste der Krankenkassen und auch Ärztinnen und Ärzte haben oft Kontakte zu Selbsthilfegruppen und können Ansprechpersonen vermitteln. Sie sind meist auch gerne bereit, den Aufbau von Selbsthilfegruppen zu unterstützen. Sie können bei der Suche nach weiteren Interessierten und nach einem Raum behilflich sein.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, Kontakte zu bestehenden Selbsthilfegruppen aufnehmen oder selbst eine Gruppe gründen möchten, wenden Sie sich an die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS), die Kontaktinformationen entnehmen Sie bitte der unten aufgeführten Quellenangabe.

Quelle: Faltblatt herausgegeben von der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS), Otto-Suhr-Allee 115, 10585 Berlin-Charlottenburg

Telefon 030 | 31 01 89 80

Fax: 030 | 31 01 89 70

E-Mail: selbsthilfe@nakos.de

Internet: www.nakos.de

Auch unsere virtuellen Selbsthilfegruppen können ein erster Anlaufpunkt sein. Alle Infos zu diesem Angebot finden Sie auf unseren Seiten.

Fachzeitschriften

Diese Fachzeitschriften sind im Internet vertreten und bieten teilweise Volltexte im pdf-Format:

European Eating Disorders Review 

International Journal of Eating Disorders 

Eating Disorders The Journal of Treatment and Prevention 

Fachliteratur finden Sie auch in unserem Literaturverzeichnis.