Pressezentrum

Herzlich willkommen im Hungrig-Online-Pressezentrum. Sie finden hier aktuellen Meldungen zu unserer Arbeit und Hintergrundinformationen zum Themenkreis Essstörungen. Sämtliche hier zum Download angebotenen Dateien stellen wir Ihnen kostenlos zur Verfügung. Sollten Sie unser Material verwenden, bitten wir um einen entsprechenden Quellennachweis.

Bitte beachten Sie, dass der Hungrig-Online e.V. den Medien über unsere Kommunikationsangebote keine Kontakte zu Betroffenen vermittelt. Wir möchten, dass unsere Nutzer sich ungestört im Forum, auf den Mailinglisten und im Chat austauschen können. Wir bitten Sie deshalb, von diesbezüglichen Anfragen Abstand zu nehmen (siehe unsere Stellungnahme zu Anfragen von Medienproduzenten).

Wenden Sie sich an unsere Redaktion unter redaktion@hungrig-online.de, wenn Sie einen Aufruf veröffentlichen lassen wollen.

Presseanfragen richten Sie bitte an presse@hungrig-online.de

Wir in den Medien

Die Medien berichten laufend über Hungrig-Online e.V. und unsere Arbeit. Hier haben wir Ihnen einige Berichte über unsere Arbeit zusammengestellt.

Hungrig-Online e.V. im Radio

Auch im Radio wird über Hungrig-Online und unsere Arbeit berichtet, oder unsere Mitarbeiter nehmen an Radiosendungen teil.

2010
ByteFM 03/2010 – Hungrig Online e.V. zu Gast bei ByteFM Mixtape.

Hungrig-Online e.V. mit einem Vereins-Mixtape zu Gast bei ByteFM Mixtape (Studio ByteFM/Ruhr). Mitarbeiter des Vereins stellen ausgewählte Lieblingslieder vor – Lieder deren Texte Geschichte und Geschichtchen über den Verein Hungrig-Online e.V. erzählen.

DRadio Wissen 03/2010 – ZEIT online talk zum Thema: Online Communities

Sarah Krohn, langjährige Mitarbeiterin bei Hungrig-Online e.V. war als Vertreterin der größten deutschsprachigen Selbsthilfeplattform  zum Thema Essstörungen im Internet dabei. Die Sendung kann hier nachgehört werden.

NDR Info 02/2010 – Zwischen Traumfigur und Essstörungen – Wo beginnt die Magersucht?

Hörer fragen – Experten antworten. Alexandra Schneider, langjährige Mitarbeiterin und Vorstandsmitglied von Hungrig-Online e.V. war im Studio dabei.

2008
Europa Campus, Baden-Baden – Telefoninterview mit Dr.-Ing. Wolfgang Gawlik, Gründer von Hungrig-Online e.V.

Dr.-Ing. Wolfgang Gawlik stand dem EC-Europa Campus in Baden-Baden zum Thema Esstörung mit Schwerpunkt Pro-Ana Rede und Antwort.

freie-radios.net 02/2008 – Radiobeitrag zum Krankheitsbild Essstörungen

Im Rahmen dieses Themenschwerpunkts wurde Jasmin Hemicker, erste Vorsitzende des Vereins Hungrig-Online, interviewt. Die Themensendung war eine Reaktion auf die Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse (TK) zu aktuellen Zahlen der Essstörungsthematik in Sachsen-Anhalt. Hier finden Sie das Interview zum Nachhören.

2007
WDR 03/2007 – Hilfe im Internet – Interview mit Dr. med. Jan Nedoschill, Gründer von Hungrig-Online e.V.

Dr. Jan Nedoschill, Kinder- und Jugendpsychiater und Gründer von Hungrig-Online e.V. erzählt von seiner Idee, Betroffenen die Möglichkeit geben zu wollen, sich ihrer Krankheit zu nähern – anonym, von zuhause aus und kostenlos. Aus dieser Idee wurde Hungrig-Online, die heute größte deutsche Internet-Plattform zur Essstörungsthematik. Eine Therapie ersetzt Hungrig-Online nicht, aber die angebotenen anonymen und niederschwelligen Kommunikationsangebote helfen vielen Betroffenen dabei zu sehen, dass sie nicht allein sind mit ihren Problemen und vor allem, dass es die Möglichkeit gibt, etwas dagegen zu tun. Der direkte Austausch mit anderen Betroffenen bietet die Möglichkeit, sich gegenseitig zu stützen und sich zur Therapien zu ermutigen. Wir habe das Interview zum Nachhören verlinkt, lesen Sie auch den Artikel zur Sendung auf den Seiten des WDR.

2006
Tide 96.0 12/2006 – Hungrig-Online im Hamburger Lokalradio TIDE 96.0

Im Hamburger Lokalradio TIDE 96.0 stellte Vorstandsmitglied und Pressereferentin Birte Zess die Internetangebote des Vereins Hungrig-Online e.V. zum Thema Essstörungen vor. Den auf TIDE 96.0 ausgestrahlten Beitrag kann man hier anhören (.mp3 2.5 MB)

Stellungnahme des Hungrig Online e.V. zu Anfragen von Medienproduzenten

Häufig erhalten wir Anfragen von Produktionsfirmen, Fernsehsendern und Zeitschriftenredaktionen, die uns bitten, einen Kontakt zu Betroffenen von Essstörungen herzustellen.

Zunächst einmal freuen wir uns sehr, dass diese Anfragen nicht direkt im Forum an die Hungrig-Online-User herangetragen, sondern dass wir als Verein zwischengeschaltet werden. Jedoch sehen wir in der Regel von einer Vermittlung Betroffener ab. Dies hat mehrere Gründe, die sich auf Erfahrungen der Vereinsmitglieder stützen, die mehrheitlich ehemals Betroffene sind:

Wir sind in erster Linie ein Selbsthilfeforum, das sich zum Ziel gesetzt hat, Betroffenen eine Plattform zum Austausch zu bieten, auf der sie sich aussprechen, zuhören und Rat geben können. Wir möchten sie nicht mit der Masse an Medienanfragen belästigen.

Wir halten es für den Genesungsprozess der Betroffenen nicht für angebracht, sich dem Stress eines Medienauftritts auszusetzen. Dieser Stress kann das Essverhalten zumindest zeitweise verschlechtern oder einen Rückfall verursachen. Die Gesundheit unserer User hat für uns oberste Priorität.

Das größte Interesse bei den Anfragen, die uns erreichen, liegt bei Magersucht. Insbesondere die Visualisierung extrem untergewichtiger Personen kann von betroffenen Zuschauern nicht als Abschreckung, sondern als Ansporn verstanden werden, diesen Bildern nachzueifern und (weiter) abzunehmen. Kritisch sehen wir zudem die damit einhergehende Gleichsetzung von Magersucht mit Essstörungen. Die Erkrankung umfasst weit mehr Facetten wie Adipositas, Bulimie und Binge Eating.

Wir finden es bedenklich, wenn Reality- und Helpformate suggerieren, dass eine Genesung mit einem mehrstündigen bis mehrtätigen Coaching durch Experten oder Psychologen zu erreichen sein soll. Damit geht in unseren Augen eine Verharmlosung dieser schwerwiegenden Erkrankung einher, die nicht selten komplizierte psychische und physische Folgen nach sich zieht und in der Regel längerfristige Therapie verlangt.

Eine Essstörung ist sehr oft mit dem Wunsch nach Aufmerksamkeit verbunden. Bei erhöhtem Interesse vonseiten der Medien und diesbezüglichen Anfragen wird der Eindruck erweckt, dass durch das gestörte, krankhafte Essverhalten und/oder die extreme Abweichung vom Normalgewicht das Ziel, nämlich mehr Aufmerksamkeit, erreicht werden kann. Dadurch kann die Krankheitseinsicht erschwert werden.

Die Konsequenzen eines Fernsehauftrittes, in dem sich die Betroffenen einem weiten Personenkreis als psychisch Kranke zu erkennen geben, können erheblich sein und beispielsweise den Berufseinstieg erschweren. Daher halten wir es insbesondere für unverantwortlich, explizit an Kinder oder sehr junge Jugendliche heranzutreten, die diese Folgen oftmals nicht abschätzenkönnen.

Wir sind prinzipiell gern bereit, als Experten zu Fragen, die Essstörungen betreffen oder die sich speziell mit (Online-)Selbsthilfe befassen, Stellung zu nehmen.

Wir bitten aber um Ihr Verständnis, dass wir Anfragen nach Protagonisten nicht weiterleiten möchten.

Für weitere Informationen können Sie gern mit unserer Pressereferentin Kontakt aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team des Vereins Hungrig-Online e.V.